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Ansicht der Untertrave in Lübeck
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Lübecks Historie

Das Lübecker Holstentor mit den Löwen (Heinrich der Löwe)

"Liubice" - die Schöne, diesen Namen trug die erste Siedlung um 819 n. Chr. an dem Zusammenfluß des Flusses Schwartau und der Trave, nur wenige Kilometer von der heute lübschen Altstadt-Halbinsel entfernt.

1143 wurde die Stadt Lübeck offiziell durch den Grafen Adolf von Schauenburg auf der eiförmigen Hügel - von den Flüssen Wakenitz und Trave fast umschlossenen Halbinsel gegründet. 1157 wurde die Stadt nach einer Auseinandersetzung zwischen Graf von Schauenburg und seinem Lehnsherren Herzog Heinrich der Löwe - sowie einem verheerenden Brand die Stadt durch den Herzog erneut auf demselben Ort gegründet.

Von nun an Stärkte Heinrich der Löwe den Handel in unserer der Stadt, um das Tor zur Ostsee weiter auszubauen, die Handelswege zu stärken und die slavischen Gebiete einzudeutschen.

Er gab Lübeck das Stadtrecht nach Soester Vorbild, das später als "Lübsches Recht" von mehr als 100 Städten im Ostseeraum übernommen wurde.

Nach 25 Jahren dänischer Besatzung hielt Lübecks Aufstieg zum Handelsoberhaupt der Ostsee nichts mehr auf - bis zur Entdeckung Amerikas.

1226 wurde die Stadt Lübeck durch Friedrich II. zur freien Reichsstadt erklärt. Über 700 Jahre hatte Lübeck die Möglichkeit, eine eigene Handelspolitik auszubauen und eigenes Recht zu sprechen - das in vielen Ostsee-Städten damals geltende Lübsche Recht. Erst durch die Verfügung Adolf Hitlers 1937 - vermutlich da die Lübecker ihm 1932 eine Wahlkampfauftritt vorboten - verlohr Lübeck sein Stadtstaat-Recht.

Die Salzspeicher der Hansestadt Lübeck

1266 wurde die Hanse gegründet und über drei Jahrhunderte wurde der Ostseehandel durch starke, aber auch geschickte Politik gemeistert. 1329 sicherte sich Lübeck durch den Kauf der Hafenstadt Travemünde einen andauernden Zugang zur Ostsee. Rohstoffe aus Norden und Osten wurden fortan gegen Fertigwaren aus Süden und Westen getauscht. 1350 hatte die Hanse mit mehr als 100 teilhabenden Städten Ihre Machtposition ausgebaut. Gemeinsam wurde bei den Hansetagen im Lübecker Rathaus seint 1356 sogar über Krieg oder Frieden entschieden. Aber durch die Entdeckung Amerikas verlor die Hanse an Bedeutung. Am letzten Hansetag 1630 nahmen nur noch Lübeck, Hamburg und Bremen teil, und es dauerte bis 1980 bis der Hansetag wieder eingeführt wurde.

Blüchers Niederlage bei Ratekau und Napoleons Plünderungen und Zwangsabgaben von 1806 - 1813 schadeten dem Handel der Hansestadt sehr. 1815 wurde Lübeck erst durch den Wiener Kongereß wieder eine selbständige Stadt.

Aber die Ausgangslage für Lübeck hatte sich sehr verschlechtert. Konkurrentz war nicht nur im Westen nach Amerika entstanden, sondern auch in den von den Preußen geförderten Osten.

Mit der Machtergreifung der NSDAP erfuhr auch Lübeck viel Schrecken. Aber am Schlimmsten wurde Lübeck
am 28. März 1942 (Palmsonntag) getroffen. Der Bombenangriff Zerstörte großflächige Teile der stolzen Hansestadt.

Nach einem historischen Wiederaufbau wurde die gesamte Lübecker Altstadt 1987 von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt.


1000 Jahre Stadtgeschichte:

um 1000
An der Mündung der Schwartau in die Trave errichteten die Wenden "Liubice" als Fürstensitz, Handwerkersiedlung und Handelsplatz.

1138
Zerstörung von Liubice durch Slawen.

1143
Graf Adolf II. von Schauenburg gründet an der Trave eine Kaufmannssiedlung.

1157
Zerstörung der Siedlung durch Feuer.

1159
Neugründung Lübecks durch Heinrich den Löwen.

1170-1180
Baubeginn der großen Kirchenbauten: Dom, St. Marien und St. Petri.

1226
Kaiser Friedrich II. verleiht Lübeck die Reichsfreiheit.

um 1300
Lübeck wird Haupt des Städtebundes der Hanse (1358 erster Hansetag in Lübeck), einer Selbstschutzorganisation der Kaufmannschaft.

1370
Friede von Stralsund nach zwei Kriegen gegen Dänemark - Höhepunkt von Lübecks Macht.

1669
treten neun Städte der deutschen Hanse zum letzten Mal in Lübeck zusammen. Lübeck, Hamburg und Bremen bleiben als Freie und Hansestädte die Erben der Hanse bis ins 20. Jahrhundert.

1806-1813
französische Besetzung Lübecks.

1866
Lübeck tritt dem Norddeutschen Bund bei.

1871 Lübeck wird selbständiger Bundesstaat.

ab 1900
Lübeck beginnt, eine eigene Industrie aufzubauen und entwickelt sich zu einer Handels- und Industriestadt.

1937
beendet das "Groß-Hamburg-Gesetz" die lübeckische Reichsfreiheit. Die Stadt Lübeck kommt zur preußischen Provinz Schleswig-Holstein.

1942
In der Nacht zum 29. März (Palmsonntag) wird etwa ein Fünftel der historischen Altstadt zerstört.

ab 1949
Der Wiederaufbau Lübecks und die erfolgreichen Bemühungen, die historische Altstadt zu erhalten, lassen die Stadt international als Musterbeispiel der Denkmalpflege zitieren.

1987
Teile der Lübecker Altstadt werden zum UNESCO Weltkulturgut.


Hansestadt Lübeck

Lübeck-Travemünde Tourismus

Lübecks Bewerbung zur Europäischen Kulturhauptstadt 2010

Historical Highlights of Germany

Das Lübecker Holstentor

Lübeck im Bild

Wege zur Backsteingotik

Privatdetektei und Wirtschaftsdetektei Becker